~Ein Sieg mit vier Toren~

Ich bin – irgendwie auch immer noch – plitschnass .. aber saumäßig glücklich und gut gelaunt und hopse hier quasi grinsend durch die Wohnung. Was so ein völlig beklopptes aber erfolgreiches Fußballspiel des Lieblingsvereins alles bewirken kann .. unglaublich.

Schon auf dem Weg zu meiner Karte erwischte mich ein übelster Regenschauer, so dass ich die nächsten Stunden quasi triefend und tropfend in der Kurve stand. Immerhin nicht frierend. Die erste Halbzeit war sowieso mal wieder zum in die Tonne kloppen, vielleicht hätte ich die Zeit einfach nutzen sollen, um mich irgendwo unter einen Heißluftfön zu stellen. Aber sowas weiß man ja vorher nicht.

vflpaderbornGute Chancen, wie immer keine einzige davon genutzt .. und plötzlich stand es null eins für Paderborn und das auch noch kurz vor der Halbzeit. Zeit also für mich, die mit Bier gefüllte Blase kurzzeitig zu erleichtern. Kurz danach mit Getränkenachschub zurück in der Kurve, irritierten mich die Gespräche um mich herum ein wenig. Wieso bitte null zwei? Wann ist denn da in den letzten Sekunden noch ein Tor gefallen? Wieso höre ich das unten in den gekachelten Räumen nicht? Aber gut .. ich hatte mein Bier. Also kein Dursttrinken sondern Frusttrinken. Sollte sich dieser dumme Spruch über den Angstgegner Paderborn doch noch bewahrheiten? Bitte nicht ..

Die zweite Halbzeit ging gut los. Ich war in den Tiefen meiner Hosentasche noch auf der Suche nach ichweißschonnichtmehrwas, da brüllte um mich herum alles los. Anschlußtreffer. Klar. Muss ich ja auch nicht sehen, reicht in gehörter und gefühlter Version ja auch aus.

Die Stimmung war gut, das Bier war lecker, die Menschen um mich herum waren nett und guter Laune und laut .. ein Traum. Definitiv. Noch traumhafter der Ausgleich, noch viel traumhafter das Tor zur Führung.  Ja, auch das habe ich wieder nicht gesehen. Gleiche Situation wie beim Anschlußtreffer – ich war mit meinem Hosentascheninhalt beschäftigt. Vielleicht sollte ich mir das mal abgewöhnen …

Mittlerweile hüpfte und sang die ganze Kurve. Die Stimmung in diesem Jahr also deutlich besser als in den letzten Jahren. Ein Neururereffekt? Weil wirklich viel erfolgreicher war das bisher ja auch nicht ..

Irgendwann kurz vor Ende – der Siegtreffer. Vier zwei, ein Heimsieg im eigenen Stadion gegen einen AngstGegner. Vier Tore in einem Spiel .. wie oft erlebt man das hier? Nicht allzu oft ..

Deswegen grinse ich auch immer noch über’s ganze Gesicht. Zwar steht jetzt die geliebte Hausarbeit an .. aber grinsend macht das Ganze doch noch viel mehr Spaß .. oder?

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~nächtlicher Besuch~

… und dann saß da auf einmal diese mindestens drei Meter große Monnsterkillerspinne in meiner Küche und sah mich mit diesem wahnsinnigen Psychoblick an. Heldenhaft bewegte ich mich langsam und vorsichtig einige Schritte zurück, um dann mit blitzartiger Geschwindigkeit meinen Schlüssel zu schnappen und die Wohnung fluchtartig zu verlassen.

In weniger als zwei Minuten stand ich bei Lieblingsmutti im Schlafzimmer, wo sie dann innerhalb von wenigen Sekunden selbst mit verschlafenen, brillenlosen Äuglein erkennen konnte, welches erschütternde Trauma ich nur kurze Zeit vorher durch diese mindestens vier Meter große Monsterriesenkillerspinne erleiden musste.

Natürlich sprang sie diskussionslos („Du bist meine Mama, du hast mich lieb!“) sofort in ihr Superheldinnenkostüm und eilte meinem mindestens fünf Meter großen Feind entgegen.

Zwar war sie aufgrund der Größe von mindestens sechs Metern des schwarzen Monsters etwas überrascht, aber trotzdem stürzte sie sich ohne zu zögern mit der ultimativen Monsterkillerspinnenwaffe auf das Ungetüm.

In diesem Fall galt die Aussage „Lass sie leben, die fängt Mücken und Fliegen und so“ definitiv nicht.

Dieses mindestens sieben Meter große mit Sicherheit genmanipulierte Vieh hätte in ihrem Netz vermutlich sämtliche Löwen Afrikas auf einmal fangen – und später verspeisen – können.

Lieblingssuperheldenmutti machte kurzen Prozess mit ihrem mindestens acht Meter großen Gegenspieler und beförderte das Vieh mit ungefähr zehn Schlägen in’s Krabbelige Jenseits.

Meine Küche wird vermutlich von Grund auf desinfiziert und erneut Monstersicher gemacht werden müssen. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat meine Lieblingssuperheldin bereits getan, in dem sie das mindestens neun Meter groß gewesene jetzige Opfer in vierzig Meter Handtuchpapier und sieben Schichten Alufolie einwickelte, um es anschließend draussen in der Tonne zu entsorgen.

Jetzt habe ich Herzrasen, Lieblingsmutti verschwindet vermutlich mit Bauchschmerzen vor Lachen und in echter Sorge um die Psyche ihres Kindes wieder im Bett und irgendwo wird sich jetzt die mafiastrukturierte Großfamilie, bestehend aus mindestens zehn Meter großen Riesenmonsterkillerspinnen, auf den Weg machen, um die Beerdigung eines Familienmitgliedes anständig hinter sich zu bringen.

Mir geht es eindeutig nicht gut mit diesem Gedanken …