~Blessed Samhain~

samhain(oder auch – Happy Halloween!)
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~der böse Schwede~

Eigentlich, nur so ganz eigentlich wollte ich mit Lieblingsmutti heute ja nur nach Lüdenscheid – Nord, damit ich mein Auto in die Inspektion bringen kann. Zwar hatte ich einen freien Tag und den sollte man eigentlich besser nutzen .. aber so konnte ich mir die Arbeit des Umräumens ersparen. Ausserdem befindet sich der Indupark in direkter Nähe, da ein paar Stunden Zeit zu verbringen ist jetzt eindeutig das kleinere Übel.

hemnes1Tja .. wäre da nicht der Schwede, der mir jedes Mal das Leben irgendwie schwer macht. Die letzten Monate habe ich heldenhaft den Verlockungen widerstanden und habe nicht ein einziges Mal meinen Fuß über die Schwelle gesetzt. Vielleicht hätte ich das allerdings mal machen sollen, dann wäre das möglicherweise heute gar nicht erst so ausgeartet ..

Aber der Reihe nach. Nach einem kurzen Zwischenstop in einigen anderen Geschäften sind Lieblingsmutti und ich also beim Schweden gelandet. Mehr oder weniger geplant. Seit einigen Jahren liebäugel ich schon mit der großen Kommode von Hemnes und ich könnte mir immer noch in den Popo beißen, dass ich mir das Teil damals nicht in blau gekauft sondern das immer wieder und weiter nach hinten verschoben habe .. bis es das gute Stück nicht mehr gab. Zumindest nicht in blau – die anderen Farben waren natürlich weiterhin erhältlich. Aber ich wollte blau.

Gut, anschließend erstmal in Depressionen versunken, habe ich mir die weiße Kommode dann natürlich auch erstmal nicht gekauft. Und wir reden hier wirklich über einen Zeitraum von bestimmt vier Jahren. Damals war ich sogar noch mit M. zusammen .. lang lang ist’s her.hemnes2

Da mich mittlerweile in meiner Wohnung meine Möbel aber einfach nur noch annerven, musste dringend eine Veränderung her. Meinem Schlafzimmer wollte ich eh schon einen deutlichen Schwung mehr Weiß verpassen .. und was lag jetzt also näher, als das Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen. Das passende Geld lag schließlich auch schon seit Ende 2012 auf dem Konto. Also endlich – ab zu Ikea.

Ich bin mir relativ sicher, wären wir oben nicht den großen Bogen durch die Möbelabteilung gelaufen sondern hätten direkt was gegessen und wären dann sofort in die Markthalle gewandert .. vielleicht hätte man noch etwas verhindern können. Möglicherweise hat Lieblingsmutti ja noch versucht, das Ganze irgendwie in eine tragbare Richtung zu lenken .. aber das war vermutlich so effektiv als würde ich eine wild gewordene Elefantenherde mit piepsiger Mausestimme darum bitten, sie mögen doch bitte nicht alles niedertrampeln.

hemnes3So standen wir also doch in der Möbelabteilung .. und ich war schwer am Überlegen. Der gewünschte Hemnes war nämlich ein kleines Stückchen weniger breit als das Teil, das er ersetzen sollte. Da Stauraum in meinem Schlafzimmer eh schon nicht direkt in großen Mengen vorhanden ist, also irgendwie schlecht.

Aber – P. wäre nicht P. und Ikea wäre nicht Ikea .. wenn ich mich nicht nach kurzem hin und her Rechnen und Überlegen dazu entschlossen hätte, meinen Plan einfach zu ändern. Warum mit einer Kommode glücklich werden, wenn auch zwei Kommoden glücklich machen? Und da alles in einer Form irgendwie eh langweilig ist, nehmen wir doch einfach mal den ursprünglich geplanten Hemnes mit, der muss ja schließlich sein .. und die kleinere, aber deutlich breitere Version. Sind ja schließlich beide toll. Und da wir grad dabei sind .. der Nachschrank ist ja auch total schnuffelig, ne? Also her damit! Gebt der Hemnesfamilie ein zuhause!

Der Plan geriet im Lager unten etwas in’s Wanken, da Lieblingsmutti so komische Einwände vorbrachte wie die Größe ihres Autos und die fehlende Körperkraft von uns beiden und das fehlende Geld und eigentlich wäre das doch eh grad alles irgendwie etwas viel?lack

Während Lieblingsmutti also noch erzählte, packte ich zeitgleich Lach auf den Wagen. Mein Wohnzimmer nervte mich schließlich auch und da ich den Schreibtisch eh schon lange ‚rauswerfen wollte, dann eine Kommode aus dem Schlafzimmer den Platz wechselt und ich aber trotzdem einen kleinen Tisch für den Laptop brauche .. was lag da näher als Lack? Eben.

Irgendwie muss von Lieblingsmuttis Argumentation aber wohl doch was hängen geblieben sein, denn spätestens als wir versucht haben, das größere Paket von Hemnes zwei auf den Wagen zu verfrachten, fiel auch mir auf, dass es später im Auto .. sogar in beiden Autos etwas eng werden könnte. Ganz abgesehen von der Frage, ob das Teil überhaupt ‚rein passt und wir es tragen können.

gurliAber auch dafür gab es eine Lösung. Lieblingspapi ist schließlich mit meinem Baby unterwegs .. und damit bekommt man eindeutig alles transportiert. Also schnell angerufen .. und Glück gehabt. Er war zwar eigentlich auf dem Weg nach Hause, konnte aber so direkt durchfahren. Natürlich hagelte es dumme Sprüche .. aber ich muss ihm wirklich zugute halten, dass er ernsthaft versucht hat, sich das Lachen beim Anblick der zwei kleinen, vollgepackten Wägelchen zu verkneifen. Zwei Wägelchen? Natürlich. Das Lager befindet sich immerhin hinter der Markthalle und wie wir alle wissen, sind Markthallen böse. Besonders die Schwedischen. Auch wenn ich da nicht ganz so  gewütet habe wie sonst .. trotzdem haben es einige Kleinigkeiten in den Wagen geschafft. Unter anderem eine wunderschöne Decke weil ich ja so wenige davon habe.

Jetzt sind wir mittlerweile wieder alle zuhause und die Autos sind auch alle ausgepackt. Dafür sieht meine Wohnung aus wie ein Schlachtfeld. Oder wie eine Baustelle, wie man’s nimmt. Aber dafür weiß ich, wenn ich mal fertig bin, sieht das toll aus. Deswegen mache ich mich jetzt wohl erstmal an die Arbeit .. und streiche den Tag im Kalender an, an dem ich tatsächlich drei Autos gebraucht habe, um meine Schwedeneinkäufe nach Hause zu bekommen …

~Prioritäten~

“Du willst Fußball gucken heute?“ vfllautern

“Nein, ich will Bier und Bratwurst. Auf wirklichen Fußball wage ich ja nicht mehr zu hoffen.“

Irgendwie versuche ich es ja immer wieder. Jedes Mal auf’s neue wander ich in’s Stadion und hoffe irgendwie, dass der Nachmittag oder Abend nicht mit einem völligen Desaster endet. Aber hey, ich bin Bochumerin. Vermutlich sollte ich das Wort Desaster in siebenundzwanzig Sprachen nachts im Schlaf rückwärts singen können.

Ganz so schlimm war es heute dann jedoch nicht. Okay, es war jetzt auch nicht dazu gedacht, um den Weg nach Hause in Glückssprüngen hinter sich zu bringen .. aber manchmal gibt man sich ja schon mit Kleinigkeiten zufrieden. So Dingen wie „Immerhin nicht verloren“ oder „kein Gegentor kassiert“. Bringt uns zwar alles nicht wirklich weiter .. aber wie ich eben schrieb, die Kleinigkeiten. Ausserdem war das Bier wieder toll. Jetzt passte wenigstens auch die Uhrzeit, an den Wochenenden finde ich es immer irgendwie seltsam, mittags um eins schon das Bier in der Hand zu halten. Aber ich habe mir die Anstoßzeiten nicht ausgesucht. Und Fußball in Bochum ohne Alkoholeinfluß .. eine schwierige Sache.

Nächste Woche geht’s dann nach Cottbus. Da komme ich zum Glück nicht auf die Idee, unbedingt hinfahren zu müssen. Dazu reizt mich diese Gegend ja mal so gar nicht.

~Glückstränchen~

… und dann hatte ich gestern morgen doch irgendwie Glückstränen in den Augen … und das nur, weil ich das erste Mal seit bestimmt anderthalb oder zwei Jahren wieder in meine Lieblingsjeans gepasst habe. Zwar alles noch etwas eng, aber vorher habe ich sie nichtmal über meinen Hintern ziehen können, geschweige denn irgendwie den Knopf zu bekommen.

Ja, das gefällt mir. Eindeutig.