~last day~

Heute war ich dann quasi gezwungenermaßen doch in Dortmund, um den restlichen Krempel abzugeben. Allerdings stressfrei, irgendwann gegen kurz halb drei … man will ja nicht zu früh da auftauchen, nicht wahr? Hätte ich allerdings gewusst, dass O. bis kurz vor halb drei mit Kollege T. auf mich gewartet hat und ich anschließend nur noch auf das Büroklöpschen treffen würde … ich wäre freiwillig eher gefahren. Mittlerweile hat sich auch herausgestellt, dass O. von dem Brief nichts wusste. Und dass die Stundenberechnung sowie das Zeugnis eigentlich nicht zu seinen Aufgaben gehörte, da ihm gesagt wurde, E. würde sich darum kümmern …

So war also erstmal nur E. da, das dicke, unfähige, selten dämliche und verlogene Vieh, die Bürotussi. Nein, natürlich hat sie keine Quittung für die Schlüssel und das Auto für mich. Nein, natürlich sind die restlichen Unterlagen noch nicht fertig. Zum Glück hat sie wenigstens nicht versucht, mit mir zu diskutieren, als ich ihr freundlichst erklärt habe, dass ich die Schlüssel dann erstmal noch mit nach Hause nehme. Irgendwas brauche ich schließlich, damit ich noch an mein restliches Geld komme. Wobei es schon der Witz schlechthin ist, dass ich das jetzt mit der Abrechnung immer noch nicht bekommen habe. Wie schwer ist es, Überstunden auszurechnen? Scheinbar sehr schwer …

Jedenfalls so schwer, dass O. sich jetzt darum kümmert .. da E. nach über einem Jahr immer noch nicht in der Lage ist, mit dem PC – Programm richtig umzugehen. Aber wozu soll sie das lernen .. das ist ja nur das Programm, mit dem sie täglich mehrere Stunden beschäftigt ist.

Wie gut, dass ich da endlich, endlich weg bin. Ab morgen heißt es also Hallo Waltrop. Endlich wieder mit N. zusammen. Dafür stehe ich dann auch freiwillig um halb fünf auf. Ich fühl mich jetzt schon so .. ich kann wieder atmen. Und ich freue mich auf die Arbeit. Wann bitte habe ich das zum letzten Mal gesagt?

Von daher … Byebye Dortmund. Du ahnst nicht, wie glücklich ich bin, endlich weg zu sein …

~Gutes für die Seele~

Gestern war mal wieder Zeit für einen Besuch auf dem Land. Also irgendwo weiter in nördlicher Richtung, wo ganz viele Kühe und so sind. Und Zwerge im Nebel am Waldrand. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls war ich nach langer, langer Zeit mal wieder bei T. … und das tat so unglaublich gut, das glaubt man kaum. Etwas über fünfzehn Stunden quatschen, lachen, Kaffee und diverse andere Getränke trinken, weiterquatschen, noch mehr quatschen und selbst mit Tasche auf der Schulter oder unten an der Haustür noch weiterquatschen.

freundschaftDie Nacht überhaupt nicht schlafen und dafür die ersten Sonnenstrahlen auf der Autobahn auf dem Weg nach Hause begrüßen. Und das Ganze in einem absolut entspannten Zustand. An nichts fieses denken müssen, weder an den Dreck mit der zum Glück bald Exfirma, noch das Gespräch mit der Ärztin gestern.

Ich habe mit Sicherheit nicht viele Freunde .. aber die, die ich habe, die sind einfach nur toll und die Besten, die ich mir vorstellen kann. Egal, wie lange man sich nicht gesehen oder telefoniert hat – ich weiß, dass sie immer für mich da sind und umgekehrt genau so. Genau so soll es sein und dafür bin ich wirklich, wirklich dankbar.

~etwas mehr als nur wütend~

Ich bin so unglaublich stinkwütend gerade, ich kann das kaum in Worte fassen. Schuld daran ist dieses Schreiben, das ich vorhin aus dem Briefkasten gefischt habe.

… wir bitten Sie umgehend das Dienstfahrzeug unserem Betrieb zu übergeben. Ebenfalls das MDA – Gerät, die Schlüssel, de Korb mit sonstigem Eigentum der Firma.

Das ist einfach so abgrundtief lächerlich und ich könnte mich wirklich darüber amüsieren, wenn mich das nicht so extrem wütend machen würde gerade ..
Ich soll das Auto plus den restlichen Krempel „unverzüglich“ abgeben … und das verlangt von mir die verschissene Firma, die es jetzt in beinahe sechs Wochen nicht geschafft hat, a) meine Kündigung zu bestätigen, b) meine Überstunden auszurechnen und c) mir ein Arbeitszeugnis zukommen zu lassen?
Aber ich soll „unverzüglich“ etwas tun? Arschlecken dreifuffzig.
In der Zeit, in der man diesen unverschämten Brief geschrieben hat, hätte man lieber mal eben genannte Versäumnisse nachholen sollen. Das Ganze ist ein absuluter Witz und begräbt gerade mein zumindest ansatzweise vorhandenes Vorhaben, die Sache irgendwie friedlich zuende zu bringen.

Eine passende Antwort ist per Email auf dem Weg. Vor Montag bekommen die nicht ein Stück von mir. Und wenn bis Montag meine Unterlagen nicht fertig sind, dann nehme ich das Auto halt wieder mit zurück. Ich soll denen hinterherlaufen? Pah … Elendes Drecksvolk.

~Das Bild an der Wand~

bluescomethroughMit dem Bild hier von Alice Dalton Brown liebäugel ich schon seit ein paar Jahren. In Hattingen bin ich in einem Schaufenster einer Galerie darüber gestolpert .. und seitdem liebe ich dieses Bild einfach. Bei meinem Hausarzt hängt das Bild im Wartezimmer, aber bisher habe ich es noch nicht geschafft, die Praxisbewohner davon zu überzeugen, dass sie sich dringend ein neues Bild kaufen müssen, während ich dieses hier solange in meine Obhut nehmen würde. Auch Lieblingselter hielten vom Vorschlag, beim nächsten Besuch das Bild einfach mitzunehmen, nicht allzuviel .. leider. Irgendwann, wenn ich mal ganz viel Geld übrig habe .. dann wird das meins. Zumindest träume ich da seit ein paar Jahren von.

Vorgestern habe ich allerdings erstmalig eine Alternative wandgefunden. Allerdings ist die momentan für mich genau so unerreichbar wie das Bild. Sowohl preislich als auch organisatorisch. Denn warum sollte man sich mit einem Bild an der Wand zufrieden geben, wenn man sich durch äußerst talentierte Menschen direkt die ganze Wand verschönern könnte? Da sowas allerdings ein paar Stunden mehr in Anspruch nimmt, als mal eben in die Stadt zu fahren und ein Bild zu kaufen, ist das momentan einfach .. schwierig. Und ein paar Wochen im Wohnzimmer schlafen müssen, weil das Schlafzimmer eine malerische Baustelle ist .. das ist noch nicht überzeugend. Aber davon abgesehen, ich will diese Wand. Unbedingt. Dringend. Und zur Not zieh ich einfach in’s Seniorenheim, zu dem die Wand gehört. Ich brauch auch kein Zimmer. Nur ein Feldbett vor der Wand. Bitte.