~Handwerkerüberfluss~

guteideeDas da ist die beste Idee, die Handwerker I in den letzten Wochen hatte. Dadurch, dass Handwerker II und III ihren Einsatztermin in meinen vier Wänden ja auch irgendwann quasi mitten in der Nacht – also so gegen kurz vor acht – hatten, konnte ich so wenigstens noch ein halbes Stündchen im Wohnzimmer schlummern, ohne dass mir Handwerker I dabei ständig in den offenen Mund starrt.

So viele Kerle bei mir … da wusste ich ja quasi gar nicht, wie ich damit am besten umgehen sollte. Fehlte eigentlich nur noch der Schornsteinfeger zu meinem Glück, aber der hat sich ja nunmal erst für heute angesagt.

So hatte ich also einen Schalker in der Küche herumwerkeln .. und den alten Kerl draussen auf dem Balkon. Was immer er da wieder getan hat. In der letzten Zeit sind die eh nur noch für eine äußerst kurze Zeit hier wirklich bei der Arbeit .. vielleicht eine Stunde oder so am Tag? Keine Ahnung, was die in der Zeit treiben .. ob das die letzten Verschönerungsarbeiten sind oder ob die einfach keine Lust mehr haben .. man weiß es nicht. Und ich weiß das schonmal gar nicht. Ich weiß nur, dass ich mich freue, wenn diese ganzen Baumaßnahmen hier abgeschlossen sind, also sowohl die Äußeren als auch die Inneren. Auch wenn ich für den Innenraum auch noch diverse Pläne habe .. aber da bin ich zeitlich wenigstens nur von mir abhängig und nicht von irgendwelchen Firmen.

Die Küche jedenfalls ist fertig. Nein, eigentlich nicht. Also nicht wirklich. Aber zumindest ist das große Wasserschadenloch schonmal weg. Jetzt muss ich nur noch die Schränke an die Wand hängen, putzen und einräumen .. und mir dabei überlegen, ob ich die Küche einfach blau – weiß lasse, was an sich gar nicht so schlecht aussieht .. oder ob ich demnächst den blauen Tapeten auch noch zu Leibe rücke und dann anschließend alle Wände weiß habe. Ich bin mir da irgendwie noch nicht ganz so sicher. Aber, wie schon erwähnt, mit dieser Entscheidung kann ich mir glücklicherweise einen Moment Zeit lassen. Die Schränke hängen an der jetzt weißen Wand, auf der anderen Seite hängt lediglich ein Regal, das ich abnehmen müsste. Hält den Arbeitsaufwand also stark in Grenzen.

Schade, dass die beiden Jungs das nicht direkt mitmachen konnten. Laut Versicherung ging das nicht, weil die Tapeten an den Wänden ja nicht kaputt waren. Dabei wäre das deutlich schneller gegangen. Die Beiden haben für diese zwei Wände mit Tapeten abreißen, Löcher stopfen, Tapeten an die Wand werfen und anschließend nochmal weiß malen knappe viereinhalb Stunden gebraucht. So schnell wäre ich nicht gewesen, selbst wenn ich mehr Übung hätte.

Jetzt warte ich also erstmal noch auf den Schornsteinfeger. Täglicher Herrenbesuch quasi. Und ich seh morgens aus wie … wie … lassen wir das. Ich lebe. Die restlichen Ansprüche sind Luxus.

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~Die Sache mit der Nadel und der Tinte und dem Bild~

tattoo04Gestern war es so weit … irgendwann in der Mittagszeit hatte ich endlich das Date mit meinem Stecher, direkt neben dem Castroper Bahnhof. Ja, das klingt in erster Linie seltsam … aber in Wirklichkeit war es völlig harmlos. Das Einzige, was vielleicht nicht harmlos war, war mein Hustenanfall zwischendurch .. aber dieses Vibrieren hat mich einfach wahnsinnig gemacht!

Aber kurz und von vorne. Letzten Donnerstag habe ich es ja endlich geschafft, im Tattoostudio vorbei zu schauen. Ein langes Gespräch mit R., die wirklich sehr sympathisch war und schon hatte ich meinen Termin für den darauffolgenden Dienstag. Also gestern. Bei den ersten Vorbereitungen stellte sich dann heraus, dass wir am Donnerstag dezent aneinander vorbei geredet hatten .. aber daraus entstand kein Schaden, den man gestern nicht mehr hätte beheben können. Lediglich die Seite habe ich gewechselt, so dass meine chinesische Hähnchen – süß – sauer – Bestellung auf dem rechten Schulterblatt weiterhin bestand hat. Die Zahlenkombi im Nacken wurde noch etwas angepasst, so dass sie jetzt einfach perfekt ist. Und der neue Azubi in dem Laden durfte als ebenfalls neu ernannter Schnörkelbeauftragter die Linien auf meine Haut pinseln. tattoo03

Der Rest war genau so schmerzlos, wie die anderen Tattoos bisher. Lediglich der erwähnte Hustenanfall meinerseits sorgte für eine kurze Unterbrechung, weil ich einfach nicht mehr stillhalten konnte. Diese Vibration der Nadel quasi im Brustkorbbereich .. das ging einfach gar nicht mehr. Aber nach einem Fläschchen Cola war auch das Problem behoben und A. konnte seine Arbeit beenden.

Ja, ich bin mehr als glücklich damit. Es mag an einer Stelle nicht ganz perfekt sein .. aber für mich ist es perfekt so, wie es ist. Auch ohne ein halbes Jahr Wartezeit.

Irgendwie schon komisch, wenn ich mir überlege, dass das jetzt schon Tattoo Nummer Drei und Vier waren. Zwar alles relativ klein und an den Körperstellen, die man nicht sofort sieht .. aber sie sind da. Vielleicht ist Lieblingsmuttis Befürchtung, dass ich irgendwann doch mal völlig bemalt sein werde, doch nicht ganz so abwegig. Irgendwie ist das wirklich wie eine Sucht .. und ich gestehe, ich spiele gedanklich bereits mit weiteren Tattoos. Allerdings werde ich wohl, um meine Familienzugehörigkeit nicht noch weiter zu gefährdet, zumindest wieder eine zweijährige Pause einlegen. Vermutlich.

In der Zwischenzeit habe ich ja genug Tinte an bzw. in der Haut, woran ich mich erfreuen kann.