~Zum Abschluss~

poolAuja … das wär’s ja jetzt. Der perfekte Jahresabschluss. Leider habe ich keine Ahnung, wo genau ich sowas finde .. deswegen nehme ich mit meinem Sofa vorlieb, halte mich gedanklich an diesem traumhaften Ort auf, warte einfach mal ab, ob ich um Mitternacht noch wach bin .. und ob dann quasi ab Mitternacht alles anders wird. Bis nächstes Jahr.

Achja – 109 Tage noch.

~Es wird wieder gezählt~

Endlich. Die Schreiberei ohne eine Zahl am Anfang hat mich ja irgendwie schon ganz nervös gemacht. Aber vor lauter Arbeit und Krankenhaus und Weihnachten und ganz vielen anderen Dingen sind wir irgendwie bisher nicht wirklich dazu gekommen, unseren Urlaub für das nächste Jahr zu buchen. Aber heute, heute haben wir es endlich geschafft und waren im Reisebüro.

arcadia2015.0114 Tage Sonne, Strand, Meer, Tee, Kuchen und Raki. Unser Ziel ist – also wenig überraschend – schon wieder die Türkei. Etwas überraschender dürfte da schon eher die Tatsache sein, dass es dieses Mal nicht mehr nach Side in’s Can Garden geht .. sondern nach Belek. Nein, nicht nur die pamukkaleartigen Poolwasserfälle haben den Ausschlag gegeben.

Grund für den Wechsel waren diverse Kleinigkeiten, die mich das ganze Jahr haben überlegen lassen, ob ich nochmal zurück nach Side möchte .. oder ob ich den Absprung jetzt mache, wo’s mir eigentlich noch gut gefallen hat. Also bevor es noch schlechter wird. Nein, der Urlaub war nicht schlecht, ganz und gar nicht. Wenn ich mit dem Gefühl dorthin fahre, dass ich Familie oder Freunde besuche .. dann war es einfach perfekt. Vielleicht bin ich mittlerweile ein wenig zu pingelig, vereinzelt komme ich mir auch wirklich doof dabei vor, dass ich an so etwas überhaupt denke.

Aber es ist nunmal so, dass ich vielleicht das Gefühl habe, Familie oder Freunde dort zu besuchen .. dass es im Endeffekt aber nicht so ist und ich eine lange Zeit und eine Menge Geld sparen muss, um dort zwei oder drei Wochen verbringen zu können. Nein, ich stelle keine unerfüllbar hohen Anprüche an ein Hotel. Aber ein paar Dinge sind eben doch dabei, auf die ich achte. Oder die mir eben doch die Zeit dort schöner .. oder eben weniger schön machen können.

Ich störe mich nicht an den Katzen, die dort herumlaufen. Ich muss in meinem Zimmer unter dem Bett nicht vom Fußboden essen können. Ich hätte zwar schon gerne sauberes Geschirr, kann aber durchaus verstehen, wenn bei einer Spülmaschine bei der Menge mal der ein oder andere Teller nicht ganz so sauber wird. Ich bin immer und jeden Tag mehr als satt geworden und auch nie durtig in’s Bett gegangen, auch wenn sich die Gerichte wirklich öfter wiederholt haben. Damit kann ich leben. Ich weiß auch, dass die Angestellten dort wirklich viel arbeiten müssen und dass das nicht immer ganz so einfach ist. Es kann nicht jeder perfekt deutsch oder englisch sprechen .. aber ich spreche schließlich auch kein türkisch.

Aber was ich gar nicht leiden kann – wenn sich jemand entweder hinter ihrem Rücken oder ganz offensichtlich von vorne  über Lieblingsmutti lustig macht, weil sie schlecht hören kann und irgendetwas nicht richtig verstanden hat. Was ich nicht mag, ist Schwalbenscheiße auf den Klamotten und vor mir auf dem Tisch und dazu lachende Angestellte, die nichtmal den Versuch unternehmen, irgendetwas davon wegzuwischen, so dass ich mir selbst einen Lappen besorgen muss, um den Tisch wieder sauber zu machen. Was ich nicht mag, ist dieses arrogante Verhalten des Managers, als Lieblingsmutti ihm diese Eisenstange zeigte, an der sie sich den Zeh gebrochen gespalten hat (und die restlichen anderthalb Wochen nicht mehr vernünftig laufen konnte), als sie dagegen gestoßen ist, weil sie einem Geschirrwagen ausweichen wollte. Was ich nicht mag, ist dieses arrogante Breitmachen vom Chef, der – egal ob er oder seine Familie da ist oder nicht – überall die besten Plätze erstmal für sich reserviert. Sollen die Gäste halt woanders essen. Oder sitzen. Was ich nicht mag, ist diese zur Schau gestellte Unmotivation mancher Angestellten. Zudem sind halt viele von denen, die diese Zeit dort zu etwas unglaublich Schönem gemacht haben, mittlerweile nicht mehr da.

Alles nur Kleinigkeiten .. aber ich habe halt wirklich Angst, dass der nächste Urlaub vielleicht wirklich mit einem „Da will ich nie wieder hin!“ endet. Und das will ich nicht. Also lieber jetzt ein anderes Ziel suchen.

Und um damit zurück zum eigentlichen Kern zu kommen:

Nur noch 111 Tage, 13 Stunden und 57 Minuten (wenn ich mich nicht verrechnet habe)!

~Wir haben einen Niederländer~

Einen echten, zotteligverstrubbelten Niederländer. Die, mit diesem schnuckeligen, wunderbaren, liebenswerten Akzent, wenn sie deutsch sprechen. Nein, natürlich reduziere ich unseren neuen Niederländer nicht nur auf seine Aussprache. Ich bin mir sicher, dass er ein ganz toller Trainer sein wird und bestimmt ist er genau der Richtige für diesen Verein. Zwar gehen auch hier die Meinungen der selbsternannten Fußballprofis in den Reihen der Anhänger wieder weit auseinander .. aber das soll mir egal sein. Mir ist auch relativ egal, wo er vorher schon gearbeitet hat und welche Erfolge er aufzuweisen hat. Nicht jeder Spieler, nicht jeder Trainer ist für jeden Verein die perfekte Ergänzung. Ich bezweifle, dass ein bayrischer Pep hier in Bochum irgendwas großartiges leisten würde. Fanis Gekas wurde in Bochum Torschützenkönig, hat dann gewechselt und ist irgendwo in der Versenkung verschwunden.

verbeekAber das soll nicht das Thema sein. Wir haben einen Niederländer, der mir mit seinen Aussagen jetzt schon sympatisch ist. Nicht nur, dass er das Ziel hat, mit dem VfL irgendwann wieder aufzusteigen. Mit solchen Aussgen kann ich sowieso besser leben als mit diesem ständigen „Ach, wir sind so schlecht, mehr geht einfach nicht!“.

Auszüge aus dem interview mit der WAZ gefällig?

Sie haben die letzten beiden Heimspiele im Stadion gesehen. Bekommen Sie bei den gezeigten Leistungen Kopfweh?

Verbeek: Über Weihnachten bekomme ich vielleicht Kopfweh von Bier und Wein, aber bestimmt nicht vom Fußball.

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Was sind die ersten Ziele für die Rückrunde?

Verbeek: Die Gegner müssen wieder Angst haben, wenn sie nach Bochum kommen. Es muss dünn durch die Hose laufen. Unser Stadion muss eine Festung sein.

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Ja doch … den Kerl mag ich. Absolut.

Und als kleine Krönung – und damit würde ich ihn vermutlich direkt schonmal vergöttern – ist auf einmal auch Rein van Duijnhoven .. erreichbar. Der absolute Publikumsliebling hier, der Torhüter, dem immer noch ganz viele Fans hinterherweinen. Ich auch, ich gestehe es. Eine absolute Kultfigur, dessen Trikot auch ich mir sofort besorgen würde. rvd

Es ist kein Geheimnis, dass er eigentlich gerne zurück nach Bochum möchte. Nicht als Spieler, klar. Aber warum denn nicht als Torwarttrainer? Einfach nur, um den komischen Kerl, den wir in den letzten gefühlt hundert Jahren hatten, mal eine neue Zukunftsperspektive zu verschaffen? Oder in irgendeiner anderen Position. Völlig egal. Hauptsache wieder zurück in Bochum. Das wäre so toll! Egal, was ich dafür unterschreiben müsste, ich würd’s tun. Ich nenn auch mein erstgeborenes Kind .. achnee, halt. Das sollte ja schon Simon heißen. Aber das Zweite! Das zweite Kind, Katze, Hund, Goldhamster, was auch immer .. das benenne ich nach demjenigen, der es schafft, Rein wieder hierher an die Ruhr zu locken.

Hach, das könnte so ein wunderschönes neues Jahr werden …

~Frohe Weihnachten~

xmastree2014Egal ob wir uns persönlich kennen oder nicht … ich wünsche dir, wenn du dies hier liest, ein wunderschönes Weihnachtsfest. Auch wenn du vielleicht nicht zuhause sein kannst, wünsche ich dir ruhige, friedliche und stressfreie Stunden mit Menschen, die du liebst und die dich lieben. Ich wünsche dir, dass alles Böse für den Moment einen großen Bogen um dich macht und du die Zeit mit den Menschen genießen kannst, die dir wichtig sind. Oder die dir einfach nur gut tun. Oder die im Moment einfach nur für dich da sind, wenn du weit weg von den Menschen bist, die du jetzt gerne an deiner Seite hättest.

Fühl dich umarmt.

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Im letzten Tütchen gestern war übrigens ein MiniDekoWeihnachtsPlüschKissen.

~In der vorweihnachtlichen Bastelstube~

Ein Tag vor Heiligabend. Das bedeutet, dass ich mit meinen wenigen Geschenken für dieses Jahr natürlich längst fertig bin, alle Teile vollständig und verpackt unter dem Weihnachtsbaum liegen und nur noch darauf warten, endlich verschenkt zu werden. Nicht.

xmas1404Selten so gelacht. Die Wirklichkeit sieht eher etwas anders aus – mehr so, als wäre meine Wohnung eigentlich ein Bastelgeschäft und mitten im Lager eine hochexplosive und gewaltige Granate in die Luft gegangen.

Wer keine Arbeit hat, der macht sich eben welche .. vermutlich ist das genau der Grund, weswegen ich mir nicht nur einen, sondern direkt zwei Bastelkalender besorgt habe, um diese jetzt irgendwie mit der geplanten Bastelei zu verbinden. Böse Zungen würden jetzt behaupten, dass der erste Kalender voreilig und der Zweite blind gekauft wurden und ich deswegen gar keine andere Wahl habe, als beide miteinander zu verbasteln. Aber ich habe keine böse Zunge und bevor ich mich da jetzt selbst in den Mist reite, schweige ich lieber still und versuche, mit dem Kleber keine Symbiose einzugehen. Das ganze Wohnzimmer riecht mittlerweile nach Klebstoff, während ich fröhlich schnüffelnd schnibbelnd und klebend vor dem Licht meines schnuckeligen Weihnachtsbaums sitze und Weihnachtslieder vor mich hinträller. Mittlerweile ist es übrigens schon weit nach Mitternacht. Eigentlich muss ich in wenigen Stunden arbeiten. Aber wen interessiert das, wenn es hier gerade so schön gemütlich ist? Eigentlich fehlen klischeehaft nur noch die selbstgebackenen Kekse. Aber die liegen gerade in der Küche und sind unerreichbar. Für den Moment.

xmas1402Immerhin habe ich das Schlafzimmer für Lieblingsmutti schon fertig. Ja, es ist mal wieder ein Geldgeschenk. Aber sie wünscht sich eben das Bett. Dafür ist es, ebenso wie der hoffentlich rechtzeitig fertig werdende Kalender, selbst gebastelt. Mit viel Liebe. Und Klebe.

Du weißt übrigens, dass Weihnachten ist, wenn du mitten in der Nacht auf einmal mit dem neu erworbenen Wassermalkasten und einer Dekotortenplatte in der Küche stehst und versucht, einen Laminatboden zu malen. Ohne mich selbst loben zu wollen .. aber ich finde, dass ist mir gar nicht so schlecht gelungen.

Ein ähnliches Bett habe ich irgendwo im Netz gesehen, da war es aber eher ein Kinderbett und als Geschenk für den Nachwuchs gedacht. Eine wirkliche Anleitung war nicht dabei, aber so hatte ich zumindest schonmal die Grundidee. Streichholzschachteln für die Bettkästen als Geldstauraum waren einfach ideal. Ausserdem konnte ich alles in einem einzigen Geschäft besorgen. Aufkleber, Dekobastelpapier, Tortenuntersetzer … schon erstaunlich, was man alles so zweckentfremden kann.

xmas1401Das Schränkchen da unten auf dem Bild ist übrigens das Parfüm, was sich Lieblingsmutti zwar nicht gewünscht, aber als toll betitelt hat. Hoffe ich zumindest. Da ich mir nicht ganz sicher bin, musste beim Einpacken eben etwas improvisiert werden, damit man das gute Zeug notfalls nochmal umtauschen kann. Deswegen .. der Schrank. Mit Fädchenverschluss quasi. Und sogar an die Häkelmotive auf der Bettdecke und dem Kopfkissen – übrigens kuschelig weich mit Watte ausgepolstert – habe ich gedacht.

Wenn jetzt nur noch der Kalender rechzeitig fertig wird, bin ich glücklich und zufrieden. Ein paar Stunden habe ich ja noch. Und ich glaube, ich bin gewissermaßen doch früher dran, als in den letzten Jahren.

Das wäre alles irgendwie weniger chaotisch, wenn Weihnachten nicht immer so plötzlich kommen würde .. xmas1403

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Adventskalender:

gestern – magisches Handtusch mit diversen Eulen, Pinguinen, Rentieren und Weihnachtsmännern

heute – Senseo – Tassen