~The same thing as every year~

Noch 93 Tage.

Neues Jahr, neue Vorsätze. Oder zumindest so etwas in der Art. So wirklich haut das ja alles nie hin, aber manchmal ist es eben doch recht spaßig, ein Jahr später zu gucken, was man alles geschafft hat oder wo man auf ganzer Linie gescheitert ist. Deswegen auch in diesem Jahr die lustige Vorsatzliste für 2015.

Vorsatz: die zwanzig bis zum nächsten Herbst schaffen.

Äh … nein. Also hat definitiv natürlich nicht geklappt. Aber worauf ich wirklich stolz bin – ich bin seit Mitte August ein echter UHu. Und seitdem auch nicht mehr darüber geklettert. Kurzfristig war ich zwar noch weiter unten als ich es momentan bin, aber ich bin schon froh, dass ich auch über die Feiertage diese Grenze nicht mehr gesprengt habe. Also waren es zwar keine zwanzig bis zum Herbst, aber dafür knapp fünfzehn bis jetzt. Wenn ich so weiter mache, vielleicht noch ein paar Kilo runter komme und das dann halten kann .. das reicht mir für dieses Jahr.

Vorsatz: meiner eigenen Phantasie ihren kranken Lauf lassen.

Absolut nicht. Gar nicht. Leider. Mir fehlt die Schreiberei, aber irgendwo muss man dann halt leider doch Abstriche machen.

Vorsatz: endlich wieder lieb und freundlich sein.

Natürlich. Bin ich. Wie immer. Siehe mein neues Kleidungsstück, was ich zu Weihnachten bekommen habe. „Halt’s Maul, ich bin voll nett!“

Vorsatz: nicht immer alles auf morgen verschieben.

Mhm. Sagen wir mal, ein relativer Erfolg. Ein klein wenig konnte ich mich zusammenreißen und bestimmte Dinge früher erledigen. Anderes schiebe ich aber einfach immer noch zu lange vor mir her. Die Steuern zum Beispiel. Oder die Renovierung hier. Oder eben die OP aus der letzten Woche. Das hätte alles schon längst laufen müssen. Aber gut – neues Jahr, neues Glück. Ich bin motiviert, also kann das ja nur gut gehen.

Vorsatz: nicht immer so viel Geld bei amazon ausgeben.

Durch die doch recht großen Gehaltsabstriche seit Mitte des Jahres .. das immer noch nicht gezahlte Geld für meine Überstunden aus der letzten Firma .. ja doch, amazon hatte definitiv Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Aber zum Glück habe ich noch ein paar Bücher .. und diesen Monat die Gesundheitsprämie bekommen. Platzender Wunschzettel, ich komme!

Vorsatz: noch mehr wunderschöne selbstgestrickte Socken finden und meine Mitmenschen daran erfreuen.

Ich habe Socken, ich habe Schals. Ich bin glücklich.

Vorsatz: die Leute, die ich nicht mag, noch offensichtlicher darauf aufmerksam machen.

Funktioniert hervorragend. Ich muss nur daran arbeiten, dass wenn ich jemandem schon sage, dass er scheiße ist, dass er mir das auch glaubt und nicht für einen Witz hält. Aber sonst klappt das echt gut.

Vorsatz: regelmäßig weiter bloggen.

Jeden zweiten Tag mein Geschreibsel hochzuladen funktioniert leider auch nicht wirklich perfekt. Als Datei schlummert der Text auf dem Laptop, immerhin. Wenn ich dieses Jahr wieder in der Lage bin, zeitnah alles hochzuladen und nicht teilweise drei Wochen später, dann bin ich froh und glücklich.

Vorsatz: alle zwei Wochen an meinem freien Wochenende irgendetwas richtiges kochen. Also mit Töpfen und ‘nem Herd und so. Einfach nur so, weil’s Spaß macht.

Mal mehr, mal weniger. Zumindest habe ich im ganzen Jahr nicht ein einziges Maggietütchen genutzt, sondern wirklich diverse Dinge aus den Kochbüchern gebastelt. Ich habe das erste Mal in meinem Leben eine Süßkartoffel gegessen, ebenso das erste Mal ein Kürbisgericht. Selbst gemacht. Und an sich macht mir das Kochen immer noch Spaß. Wird also definitiv beibehalten!

Vorsatz: mir mindestens ein Mal im Monat etwas gutes tun. Sei es ein Saunabesuch oder eine Massage oder einfach nur ein entspannter Tag oder Abend zuhause. Oder ein Ausflug. Irgendetwas, was wirklich gut tut.

Puh. Bis Mai machbar, danach gar nicht mehr. Ich war vor anderthalb Wochen oder so das erste Mal seit April wieder in der Sauna. Eigentlich ziemlich deprimierend. Momentan darf ich ja nicht gehen, aber ich wünsche mir wirklich, dass das dieses Jahr wieder besser wird. Die Entspannung da fehlt mir einfach. Als winzigen Ausgleich könnte ich die Besuche im Stadion nehmen. Da war ich 2014 wieder wesentlich öfter als die Jahre davor, einfach weil ich gemerkt habe, dass ich auch alleine hingehen kann und nicht unbedingt Gesellschaft brauche.

Vorsatz: Ganz allgemein gesagt – Spaß haben. Mitnehmen was kommt, das an der Seite liegen lassen, was ich nicht brauchen kann. Egal, was man dazu sagt. Solange es mir dabei gut geht .. passt.

Mhm. Auch das war im zweiten Halbjahr .. eher mau. Arbeit und Schlafen sind jetzt nicht unbedingt die Aktivitäten, die man mit Spaß verbindet. Aber der Vorsatz ist toll, den will ich behalten.

Vorsatz: Regelmäßig Kontakt zu den Leuten halten, die mir auf irgendeine Art und Weise wichtig sind. Irgendwie sind mir zu viele Leute in den letzten Jahren abhanden gekommen, auch wenn ich das gar nicht so wollte. Das gefällt mir nicht .. und muss dringend geändert werden!

Die Angst, dass ich N. nicht mehr so oft sehe, hat sich also als absolut unbegründet herausgestellt .. da ich jetzt zum Glück wieder mit ihr zusammen arbeite. Dadurch leiden zwar leider diverse andere Freundschaften bzw. ich sehe einige Leute viel weniger, als ich es gerne möchte .. aber daran wird gearbeitet. Auch hier hakte es im zweiten Halbjahr und ich hoffe bzw. gehe davon aus, dass das 2015 besser wird.

Vorsatz: Mehr fotografieren. Irgendwie habe ich da mittlerweile echt Spaß dran. Und das muss ich ausnutzen.

Mehr .. man weiß es nicht. Aber gerne und immer mal wieder. Auch hier im zweiten Halbjahr nicht mehr ganz so viel Zeit gehabt, um einfach mal loszufahren .. aber das wird. Ich weiß das.

***

Bei näherer Betrachtung bin ich letztes Jahr zwar nicht allzu konsequent gewesen .. aber immerhin habe ich auch nicht auf ganzer Linie versagt. Die meisten Dinge kann ich wohl genau so in’s neue Jahr übernehmen und weiterhin daran arbeiten.

  1. Auch das Jahr 2015 als UHu beendet, vielleicht sogar noch zehn Kilo weiter unten.
  2. Kreativ sein. Egal ob ich fotografiere, bastel, schreibe .. irgendwas davon muss ich machen!
  3. Nicht so zickig sein.
  4. Etwas motivierter sein .. bzw. öfter mal den Hintern in Bewegung setzen, anstatt den ganzen Tag nichts zu tun und sich anschließend darüber zu ärgern.
  5. Keinen Platz in meinem Leben für Leute reservieren, die mir eigentlich am Arsch vorbei gehen.
  6. Im Laufe des Jahres alle meine Zimmer renovieren und endlich so gestalten, wie ich sie haben will.
  7. Geschriebene Texte hier regelmäßiger hochladen.
  8. An meinen freien Wochenenden weiterhin irgendwelche leckeren Dinge kochen und dabei immer mal wieder etwas neues ausprobieren.
  9. Mir mindestens ein Mal im Monat etwas gutes tun. Sei es ein Saunabesuch oder eine Massage oder einfach nur ein entspannter Tag oder Abend zuhause. Oder ein Ausflug. Irgendetwas, was wirklich gut tut.
  10. Spaß haben. Mitnehmen was kommt, das an der Seite liegen lassen, was ich nicht brauchen kann. Egal, was man dazu sagt. Solange es mir dabei gut geht .. passt.
  11. Regelmäßig Kontakt zu den Leuten halten, die mir auf irgendeine Art und Weise wichtig sind. Als Bonus vielleicht genau den Leuten nicht nur eine Nachricht oder so zum Geburtstag zu schicken .. sondern eine richtige Karte. Plus endlich die Weihnachtspost!
  12. Arzttermine regelmäßig wahrnehmen und nicht immer weiter nach hinten schieben. Erst recht nicht bei wichtigen Terminen.
  13. Als Ergänzung dazu: Endlich zum Ohrenarzt gehen. Ich bezweifle zwar, dass er noch irgendetwas retten kann .. aber schaden kann’s vermutlich auch nicht.
  14. So oft wie es geht in’s Stadion gehen. Bei den Heimspielen sowieso und vielleicht ist ja auch mal wieder das ein oder andere Auswärtsspiel drin? Mitglied bin ich ja mittlerweile, also Kartentechnisch durchaus machbar.
  15. Solange kein neuer da ist – meinen Schlafzimmerschrank plus die Kommoden aufräumen und aufgeräumt halten!
  16. Den Balkon sitz – und entspannungstauglich herrichten. Neue Balkonmöbel und ich will Blumen. Viele Blumen!

So. Ich glaube, das war’s. Packen wir den Vorsatzzettel also an die Seite, holen ihn 2016 wieder heraus .. und schauen, was passiert ist. Ich bin gespannt.

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