~In der vorweihnachtlichen Bastelstube~

Ein Tag vor Heiligabend. Das bedeutet, dass ich mit meinen wenigen Geschenken für dieses Jahr natürlich längst fertig bin, alle Teile vollständig und verpackt unter dem Weihnachtsbaum liegen und nur noch darauf warten, endlich verschenkt zu werden. Nicht.

xmas1404Selten so gelacht. Die Wirklichkeit sieht eher etwas anders aus – mehr so, als wäre meine Wohnung eigentlich ein Bastelgeschäft und mitten im Lager eine hochexplosive und gewaltige Granate in die Luft gegangen.

Wer keine Arbeit hat, der macht sich eben welche .. vermutlich ist das genau der Grund, weswegen ich mir nicht nur einen, sondern direkt zwei Bastelkalender besorgt habe, um diese jetzt irgendwie mit der geplanten Bastelei zu verbinden. Böse Zungen würden jetzt behaupten, dass der erste Kalender voreilig und der Zweite blind gekauft wurden und ich deswegen gar keine andere Wahl habe, als beide miteinander zu verbasteln. Aber ich habe keine böse Zunge und bevor ich mich da jetzt selbst in den Mist reite, schweige ich lieber still und versuche, mit dem Kleber keine Symbiose einzugehen. Das ganze Wohnzimmer riecht mittlerweile nach Klebstoff, während ich fröhlich schnüffelnd schnibbelnd und klebend vor dem Licht meines schnuckeligen Weihnachtsbaums sitze und Weihnachtslieder vor mich hinträller. Mittlerweile ist es übrigens schon weit nach Mitternacht. Eigentlich muss ich in wenigen Stunden arbeiten. Aber wen interessiert das, wenn es hier gerade so schön gemütlich ist? Eigentlich fehlen klischeehaft nur noch die selbstgebackenen Kekse. Aber die liegen gerade in der Küche und sind unerreichbar. Für den Moment.

xmas1402Immerhin habe ich das Schlafzimmer für Lieblingsmutti schon fertig. Ja, es ist mal wieder ein Geldgeschenk. Aber sie wünscht sich eben das Bett. Dafür ist es, ebenso wie der hoffentlich rechtzeitig fertig werdende Kalender, selbst gebastelt. Mit viel Liebe. Und Klebe.

Du weißt übrigens, dass Weihnachten ist, wenn du mitten in der Nacht auf einmal mit dem neu erworbenen Wassermalkasten und einer Dekotortenplatte in der Küche stehst und versucht, einen Laminatboden zu malen. Ohne mich selbst loben zu wollen .. aber ich finde, dass ist mir gar nicht so schlecht gelungen.

Ein ähnliches Bett habe ich irgendwo im Netz gesehen, da war es aber eher ein Kinderbett und als Geschenk für den Nachwuchs gedacht. Eine wirkliche Anleitung war nicht dabei, aber so hatte ich zumindest schonmal die Grundidee. Streichholzschachteln für die Bettkästen als Geldstauraum waren einfach ideal. Ausserdem konnte ich alles in einem einzigen Geschäft besorgen. Aufkleber, Dekobastelpapier, Tortenuntersetzer … schon erstaunlich, was man alles so zweckentfremden kann.

xmas1401Das Schränkchen da unten auf dem Bild ist übrigens das Parfüm, was sich Lieblingsmutti zwar nicht gewünscht, aber als toll betitelt hat. Hoffe ich zumindest. Da ich mir nicht ganz sicher bin, musste beim Einpacken eben etwas improvisiert werden, damit man das gute Zeug notfalls nochmal umtauschen kann. Deswegen .. der Schrank. Mit Fädchenverschluss quasi. Und sogar an die Häkelmotive auf der Bettdecke und dem Kopfkissen – übrigens kuschelig weich mit Watte ausgepolstert – habe ich gedacht.

Wenn jetzt nur noch der Kalender rechzeitig fertig wird, bin ich glücklich und zufrieden. Ein paar Stunden habe ich ja noch. Und ich glaube, ich bin gewissermaßen doch früher dran, als in den letzten Jahren.

Das wäre alles irgendwie weniger chaotisch, wenn Weihnachten nicht immer so plötzlich kommen würde .. xmas1403

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Adventskalender:

gestern – magisches Handtusch mit diversen Eulen, Pinguinen, Rentieren und Weihnachtsmännern

heute – Senseo – Tassen

 

~Vorsicht, Eigenlob~

Noch 125 Tage.

Adventskalender: Q – Tips. Yeah!

rahmenJa, selbst loben ist doof. Aber nach stundenlanger Arbeit bin ich ein klitzekleinwenig stolz auf mich. Die Portraits aus dem letzten Jahr von Mika kann ich zwar eh nicht wirklich toppen .. aber ich glaube, den Anspruch stell ich besser auch gar nicht an mich. Dafür ist es dieses Jahr zumindest bei Lieblingsmutti selbst gebastelt .. und das sogar mehrfach. Zum Einen gibt’s natürlich wieder den Kalender für das nächste Jahr und zum Anderen eben den gewünschten Fotorahmen mit Bildern aus unseren letzten Türkeiurlauben. Abgesehen davon, dass ich viel zu viele Fotos ausgedruckt habe und hier in einem riesigen Haufen von Bildern saß und mich schon kaum noch entscheiden konnte, war das Ganze irgendwie wie ein riesiges Puzzle – nur leider ohne dass man das hoffentlich entstehende Bild vorher kennt. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich die einzelnen Bilder nochmal ausgetauscht und verschoben und weiter beschnibbelt habe, damit das im Endeffekt alles passt. Ja, ich mag den Rahmen .. definitiv. Und ich bin mir ziemlich sicher, Lieblingsmutti wird ihn auch mögen.

Ausserdem hat sie sich ja noch Taschengeld für ihren Urlaub im Februar gewünscht. Nicht wirklich kreativ .. aber wenn auch nach langem Überlegen kein wirklicher Wunsch da ist und ich in diesem Jahr auchverhältnismäßig planlos war … gut, dann geld1sollte es also Geld werden. Widerwillig. Um mein Gewissen zu beruhigen und dieses Gefühl von Lieblosigkeit loszuwerden, habe ich sämtliche verfügbaren Briefumschläge für Papas Geschenke beiseite gelegt und mich hier an eine leicht kreativere Lösung gewagt. Nach diversen Materialeinkäufen und langen, langen Bastelstunden ist sogar was irgendwie tolles dabei herausgekommen .. auch wenn ich diverse Male von den in mühevoller Kleinarbeit herausgesuchten Vorlagen abweichen musste. Meine Küche sieht nach den Mehl – und Puderzuckerschlachten aus den letzten Wochen jetzt aus wie eine Wüste .. aber was soll’s. Dafür hat sich das defintiv gelohnt.

Jetzt muss ich also nur noch alles einpacken .. und dann bin ich quasi ziemlich rechtzeitg mit allem fertig. Ich bin stolz auf mich, doch.